Big Data und die Industrie

Anlässlich der kommende Woche in Freiburg stattfindenden Fachmesse i+e wird auch das Thema Industrie 4.0 und in diesem Zusammenhang Big Data eine Rolle spielen. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau äußert sich zu diesem Thema unter anderem in http://sw.vdma.org/article/-/articleview/4581999 und http://www.it-production.com/index.php?seite=einzel_artikel_ansicht&id=61157.

Industrie- und Maschinendaten sind keine Kundendaten, daher läuft das gerne verwendete Standard-Argument für Big Data "Schauen Sie sich nur Google und Amazon an!" bei Industrievertretern recht schnell ins Leere. Natürlich muss dieses Thema aus Sicht der Industrie auf andere Weise angegangen werden. Daher stellt sich zunächst die Frage nach den Daten. Auch beim Betrieb von Maschinen und Anlagen werden schon seit jeher Daten erhoben und auch diese nehmen im Zeitalter preiswerter und vernetzter Sensoren mehr und mehr zu. Typischerweise werden solche Daten zu Zwecken des Qualitätsmanagements erhoben und rückwirkend aufbereitet und analysiert. Mit Hilfe von Big Data-Methoden können diese Daten nun nahezu in Echtzeit aufbereitet und über ein Dashboard bzw. eine Leitwarte zur Verfügung gestellt werden. Somit entstehen kürzere Reaktionszeiten sowie kontinuierliche Verbesserungen im Prozess als Mehrwert. Eine weitere bestehende Anwendung der Messdaten sind Alarmierungen im Problemfall. Big Data-Methoden können hier angewendet werden, um typische Muster für auftretende Probleme bereits frühzeitig zu erkennen und zu melden. Kritische Situationen können also gehandhabt werden, bevor ein größerer Schaden entsteht.

Fazit: nicht die umfassende Big Data-Strategie ist derzeit in der Industrie gefragt, sondern eine stetige Weiterentwicklung der bestehenden Praxis. Big Data-Methoden können und werden hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten und deutliche Mehrwerte für Unternehmen generieren.

Eingetragen von Dr. Achim Hornecker Freitag, 9. Januar 2015 09:13:00 Kategorien Industrie 4.0
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