Big Data bei der WM, kommt die Datenkrake Paul 2.0?

Die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien ging gestern mit dem Titelgewinn für die deutsche Mannschaft zu Ende. Neben den Berichten über die herausragenden Leistungen von Mannschaft und Trainer liefen im Vorfeld immer wieder Meldungen durch die Medien, die vom Gesichtspunkt des Big Data bemerkenswert sind.  Da wäre zum einen ein Artikel des Handelsblattes, der beschreibt, wie die deutsche Mannschaft mit Hilfe der Big Data Plattform Hana von SAP zeitnahe Analysen durchführte und in ihr Trainingsprogramm mit aufnahm. Sicher hat Big Data nicht die Weltmeisterschaft entschieden, das Beispiel zeigt aber, dass Big Data inzwischen schon lange kein reines Thema der IT mehr ist, sondern auf vielfältige Weise zum Erfolg eines Unternehmens beitragen kann.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Weltmeisterschaft als Testplattform für viele Vorhersagewerkzeuge auf Basis von Big Data Methoden diente, quasi als Ersatz für die Krake Paul, die 2010 alle Spiele mit deutscher Beteiligung korrekt vorhergesagt hatte. Google nimmt diesen Ball auch direkt auf, aber auch Microsoft prognostizierte mit seiner Plattform einen Sieg für die deutsche Mannschaft.

Ist damit die Aussagekraft und die Möglichkeit von Big Data Methoden nicht auf überwältigende Weise gezeigt? Nun, wenn Argentinien gewonnen hätte, hätten wir an dieser Stelle einfach auf den WM Simulator der TU Berlin verwiesen, der sich ebenfalls auf Oktopus Paul beruft und einen Sieg der Argentinier vorhersagte

Eingetragen von Dr. Achim Hornecker Montag, 14. Juli 2014 14:54:00
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