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Future User Interfaces 

Die Firma Corning Inc aus der gleichnamigen Stadt im US-Bundesstaat New York suggeriert es uns bereits: irgendwann werden überall Benutzeroberflächen interaktiv auf unsere Bedürfnisse reagieren. Die Visionen von Corning sind schon seit längerem auf Youtube (Erster Teil, Zweiter Teil) zu sehen, von daher möchte ich so nicht weiter darauf eingehen. Nur soviel: da wird der Küchentisch mal eben schnell zum Video-Telefon und unser persönlicher Assistent weist uns bereits beim Zähneputzen auf unsere anstehenden Termine hin. Hört sich ja grandios an – ist es das aber auch?

Wie der nette Herr von Corning uns hier erklären möchte, ist in der nahen Zukunft alles besser: unsere persönlichen Assistenten werden unser Leben planen, miteinander interagieren und werden natürlich mit sauberer, erneuerbarer Energie betrieben. Ist das wirklich eine umsetzbare Vision? Ich habe da meine Zweifel. Hier nur ein paar Punkte dazu:

A different day of glass

Betrachten wir die Videos einmal genauer, denn sie werfen für mich viele Fragen auf. Persönliche digitale Assistenten gibt es schon seit langem, mit den modernen Smartphones haben wir bereits einen großen Schritt in die Richtung von Cornings Vision gemacht. Doch ist dies sicher? Unsere privaten Daten, Kontakte und Termine müssen ja – wie im Video gezeigt – irgendwie übertrag- und verfügbar sein. Es besteht also ein Bedarf an einer sicheren Verschlüsselungstechnik sowie schneller drahtloser Übertragung.

Gehen wir weiter: unser Haus weiß, was wir in unseren Schränken haben und liest uns beim Zähneputzen die anstehenden Termine des Tages vor. Von den erwähnten Sicherheitsbedenken sehe ich hier noch einen erheblichen Aufwand in der Gebäudetechnik. Nicht nur das jedes Zimmer mit Sensoren und Oberflächen ausgestattet werden muss, im Prinzip muss fast jedes Möbelstück digital vernetzt sein. Neben einer aufwendigen IT und Sicherheitstechnik erfordert das natürlich auch Nebentechniken wie z. B. RFID-Chips in der Kleidung, damit der Schrank auch erkennt was er enthält. Vom enormen Stromverbrauch der Hausanlage mal ganz abgesehen.

Apropos Strom. Erneuerbare Energien, um unsere IT zu versorgen, bieten mittlerweile viele Internet-Agenturen an. Aber wird es rentabel und durchführbar sein, tatsächlich die anfallenden Strommengen mit Solarzellen zu decken? Immerhin verbraucht eine Solarzelle allein bei der eigenen Herstellung eine Menge Strom, so das sie erstmal dieses Minus einfahren muss, bevor sie rentabel wird. Ausserdem bleibt natürlich die Milchmädchen-Frage: scheint an Ihrem Wohnort auch immer brav die Sonne? Nicht?! So ein Pech …

Wo wir es grad vom Wetter haben. So eine Glaswand mitten im Nationalpark ist bestimmt was tolles. Augmented Rality ist groß im Kommen und bringt einigen Nutzen mit sich. Natürlich wird es nie Regen geben, denn freiwillig putzen will eine solche Videowand bestimmt keiner wollen. Andererseits wäre das eine gute Arbeitsbeschaffungsmaßnahme – oder ein weiteres Feld der Serviceroboter. Dabei habe ich bisher immer nur natürliche Phänomene angesprochen und menschliche Einflüsse wie Vandalismus noch völlig ausser acht gelassen. Wie man damit umgehen wird bleibt abzuwarten.

Zusammengefasst möchte ich meine Meinung zu Cornings Vision folgendermaßen äussern: die vorgestellte Technik hat sicherlich großes Potenzial, allerdings bleiben viele Problemstellungen offen. Ich denke, Cornings Vision ist erst einmal nur als großartige Marketing-Kampagne zu bewerten. Wie aus meinen Ausführungen zu sehen ist gibt es einfach noch viele grundlegende Probleme zu lösen, die von Corning allein nicht gelöst werden können. Dazu benötigt es globalere Anstrengungen und eine breitere Akzeptanz der Technik. Denken Sie nur an Organisationen wie Anonymus oder Opportunity.

Nichtsdestotrotz bieten die Videos eine tolle Aussicht auf die zukünftige Bedienbarkeit unserer digitalen Begleiter, denken Sie nur an Microsoft Surface, aktuelle Smartphones und Cloud-Technologie. Mit einem gut durchdachten Gesamtkonzept und der richtigen Technik wird dann auch irgendwann diese Vision war. Ich freue mich schon darauf!

Eingetragen von Admin Freitag, 23. März 2012 11:21:00 Kategorien Allgemein

Open Source in der Cloud 

Die Cloud kommt, die Cloud kommt schon wieder, die Cloud ist schon da. Auch in diesem Jahr wird die Cloud auf der CeBit wieder das dominierende Thema sein. Und im Rahmen einer Projektplanung kam das Thema aktuell auf den Aspekt Open Source in der Cloud. Zunächst mal ging mir der Gedanke durch den Kopf “das geht doch eigentlich nicht”, kurz danach “oder geht es doch?”. Gibt man bei Google “Cloud Open Source” ein, so erhält man zunächst mal Links auf Open Source Projekte, die man gut für seine Projekte in der Cloud verwenden kann, z.B. 12 vielversprechende Open-Source-Projekte vom PHPmagazin. Es handelt sich hierbei also um Werkzeuge zum Verwalten und zum Aufbau der eigenen Cloud. Soweit so gut und nützlich. Lässt sich damit Open Source Software also einfach auf die Cloud erweitern?

Was sind denn die Eigenschaften von Open Source? Wie der Name schon sagt, ist der Code frei zugänglich, jeder kann ihn einsehen und je nach den Rahmenbedingungen der Lizenz verwenden und verändern. Der Schwerpunkt der Anwender liegt hierbei sicher im “Verwenden”, d.h. die Vielfalt der angebotenen Programme kostenlos zu nutzen. Dazu braucht es nur einen PC, also Hardware, ein geeignetes Betriebssystem (z.B. Linux) ist schon mit allem Drum und dran als Open Source erhältlich. Auch ein Office-System gibt es als Open Source. Und dann natürlich jede Menge Spezialprogramme, so hat sich beispielsweise das whole brain project oder NeuroDebian zum Ziel gesetzt, die Hirnforschung auf der Basis von Open Source Systemen zu unterstützen. Neben der kostenlosen Anwendung ist sicherlich die Möglichkeit, den Code untersuchen zu können, ein wichtiger Aspekt in der wissenschaftlichen Anwendung. Wissenschaftliche Veröffentlichungen haben den Anspruch, nachprüfbar sein zu müssen, und das eben auch bis hin zum Code der verwendeten Werkzeuge. Außerdem gibt offener Code ein gewisses Gefühl der Sicherheit, dass kein Missbrauch mit den Daten getrieben wird, die man mit der Software bearbeitet. Und wenn man das selbst nicht im Code überprüfen kann oder will, hat dies bestimmt bereits ein ambitionierter Entwickler getan. Die Möglichkeit, den Code zu ändern und weiterzuentwickeln werden wiederum nur Entwickler in Anspruch nehmen. Aber für diese ist es natürlich ideal, das Rad nicht noch mal erfinden zu müssen.

Was heißt das nun für die Cloud. Grundsätzlich unterteilt man die Clouddienste ja in PaaS, IaaS und SaaS.

PaaS – also Plattform as a Service kommt der bisherigen Nutzung von Open Source noch am nächsten. Anstatt sich einen  PC zu kaufen und Linux drauf aufzusetzen, kann man sich virtuelle Rechner in der Cloud beschaffen, oft schon mit Open Source Betriebssystem und Software vorinstalliert. Die fährt man dann je nach Bedarf hoch und runter und bezahlt die genutzte Zeit.  Also ist das Ganze nicht mehr 100% kostenlos, aber das waren die Bauteile des PCs ja eigentlich auch nicht.

IaaS – die Infrastruktur als Service wird schon etwas komplizierter. Hier entfernen wir uns von der Betriebssystemebene und verwenden eine darunterliegende Infrastruktur. Die kann Open Source sein, oder nicht. Auf der Google App Engine kann man natürlich Open Source Code laufen lassen, beispielsweise in Python geschriebene Open Source Anwendungen. Aber was darunter liegt, ist eben nicht Open Source. Die Nachprüfbarkeit und die Sicherheit stößt hier also schon an gewisse Grenzen. Ebenso die Erweiterung der Infrastruktur.

SaaS – also die Software als Service wird in der Cloud zur Verfügung gestellt. Wenn man mal den Fall ausnimmt, in dem man sich seine eigene Cloud aufbaut und die Software dort zur Verfügung stellt, und eher den Hauptanwendungsfall betrachtet, in der eine in der Cloud von einem Anbieter zur Verfügung gestellte Software verwendet wird, so rückt der Aspekt Open Source in weite Ferne. In der Regel lassen sich die Anbieter eben nicht in die Karten schauen, selbst wenn die Softwaredienste kostenlos sind, wie beispielsweise Googles Texte & Tabellen. Und selbst wenn der Sourcecode frei verfügbar wäre, besteht keine Garantie, dass es auch der Code ist, der gerade auf dem Server läuft. Natürlich ist es nicht undenkbar, dass sich eine Entwicklergruppe auch um eine SaaS-Plattform bildet und diese im Rahmen einer Open Source-Lösung weiterentwickelt, der Aufwand und Ablauf des Entwicklungsprozesses sieht jedoch in einem solchen Fall im Vergleich zur Open Source Einzelplatz- oder Client-Server-Lösung anders aus. Die zentrale Serverbereitstellung einer Cloud-Lösung verursacht bereits grundlegende Kosten, die ein Open Source Projekt beispielsweise über Spenden aufbringen muss. Test und Entwicklung bedürfen anderer Rahmenbedingungen und auch das Einspielen einer neuen Version auf den Cloud-Servern bedarf eines anderen Validierungsprozesses  als die Freigabe und Veröffentlichung eines Installationspaketes inklusive Quellcode.

Die Cloud wird also die Softwarelandschaft in jeder Hinsicht umkrempeln, und davon ist auch der Bereich Open Source betroffen. Es werden neue und interessante Modelle entstehen, zusammen mit neuen Lizenzmöglichkeiten. Wie immer, wenn es um die Migration von Software in die Cloud geht, darf man auch bei Open Source nicht den Fehler machen, die alten Modelle 1:1 übertragen zu wollen.

Eingetragen von Admin Montag, 27. Februar 2012 12:20:00 Kategorien Allgemein Technologie

Handeln mit Lichtgeschwindigkeit – Einstein für Börsenmakler? 

Im Jahr 2000 hatte ich die Gelegenheit, am EUREX-Handelssystem der Deutschen Börse in Frankfurt mit zu entwickeln. Es war die goldene Zeit der New Economy, ganz Deutschland war im Börsenfieber, Infineon, die Telekom und ein innovatives Unternehmen namens Cargolifter gingen mit großem Erfolg an die Börse. Dies führte zu Leitungsengpässen und zu Staus auf der Datenautobahn. Ich hatte die Aufgabe, diese mit Hilfe speziell an die Handelsdaten angepasster Kompressionsverfahren aufzulösen. Wie es so in der Softwareentwicklung ist, wenn man einmal ein Thema bearbeitet hat, reagiert man immer besonders aufmerksam, wenn es dazu Neuigkeiten gibt. So hat auch der folgende Artikel aus dem Magazin Spektrum des IEEE gleich in mehrfacher Hinsicht mein Interesse geweckt:   http://spectrum.ieee.org/computing/it/financial-trading-at-the-speed-of-light

Offenbar haben Handelsplattformen nun den Grad an Effizienz erreicht, der nur noch durch die Lichtgeschwindigkeit begrenzt ist, was dazu führt, dass Rechenzentren in der Nähe von Börsen errichtet werden, um auch noch Vorteile im Mikrosekundenbereich zu nutzen. Ob es Sinn macht und wie hoch das Risiko ist, den Handel ganz in die Hände von Algorithmen zu legen (das menschliche Gehirn mit seiner Reaktionszeit im Millisekundenbereich ist hier ja schon längst abgehängt), ist eine ganz andere Frage, die man sich in diesem Zusammenhang stellen könnte.

Zumindest für die Grundlagenforschung aber auch für die Freunde der Science Fiction tut sich hier eine große Hoffnung auf: wurde nicht im CERN die Hoffnung auf die Entdeckung überlichtschneller Teilchen geweckt? Oder wäre vielleicht mit quantenverschränkten Elementarteilchen eine überlichtschnelle Kommunikation möglich? Vielleicht darf sich die Forschungswelt zukünftig auf ganz neue potenzielle Drittmittelgeber einstellen? Spin-offs mit anschließendem Börsengang nicht ausgeschlossen.

Eingetragen von Admin Dienstag, 21. Februar 2012 12:15:00 Kategorien Allgemein

Das iPad als Business-Werkzeug 

Mobile Anwendungen werden von Tag zu Tag beliebter. Viele davon sind eher dem Unterhaltungsbereich zuzuordnen, aber auch im geschäftlichen Alltag werden sie zunehmend unentbehrlich. Und da sich die Technologie im Unterhaltungsbereich durchsetzt, wird sie somit auch für Arbeitswerkzeuge immer preiswerter. Der PC hat es einst schon vorgemacht.

Bereits im Jahr 2005 war ich ein begeisterter Benutzer eines Tablett-PCs, damals noch mit Stift und Windows XP. Die Idee, das komplette Büro dabei zu haben und leicht auf einzelne Dinge zuzugreifen, hatte schon zu dieser Zeit erhebliche Vorteile. Leider krankten die Geräte von damals an zwei Punkten: das Display war bei Tageslicht nur schlecht lesbar und der Akku hielt keine längere Besprechung durch. Es ist schade, dass hier keine kontinuierlichen Verbesserungen erfolgten. Aber schließlich hat sich Apple der Sache angenommen und mit dem iPad an diesen Schwachpunkten der alten Tablett-PCs wesentliche Verbesserungen durchgeführt. Ich muss zugeben, dass ich zunächst den Huldigungen der Apfel-Jünger eher skeptisch gegenüberstand. Als ich dann jedoch ein iPad mein eigen nannte, war ich von den Möglichkeiten seines Einsatzes gerade auch im geschäftlichen Umfeld begeistert. Es dauert seine Zeit, bis man sich die Perlen an geschäftlich nutzbaren Apps aus der Unzahl von Spielen und schlechten Anwendungen herausgesucht hat, daher möchte ich an dieser Stelle ein paar persönliche Erfahrungen und Empfehlungen beschreiben.

Zunächst mal eignet sich das iPad auf jeden Fall sehr gut zum Transportieren und Lesen von Dokumenten aller Art. Wie viel Ihrer Arbeitszeit verbringen Sie damit, Informationen in Form von Mails, Dokumenten, Webseiten zu konsumieren, gemessen an der Zeit, in der Sie solche Informationen selbst erstellen? Bisher hatten Sie die Wahl, die Informationen entweder auszudrucken (mal abgesehen von der Umwelt müssen diese Papiermengen transportiert und archiviert werden) oder an Bildschirm von PC oder Notebook zu lesen, was nicht jedermanns Sache ist. Daher steht für mich auf Platz eins der geschäftlich sinnvollen Apps auf jeden Fall der GoodReader. Mit dieser App können Sie nahezu alle Dokumente inklusive gezippte Archive öffnen und lesen.

Ab und zu müssen auch mal Dokumente erstellt werden. Das iPad bietet dazu die Textverarbeitung Pages und die Tabellenkalkulation Numbers. Wie gut das Erstellen der Dokumente mit der virtuellen Tastatur des iPads geht, darüber gehen die Meinungen in meinem Umkreis stark auseinander. Kleinere Anpassungen sind aber auf jeden Fall gut möglich.

Mal schnell eine Skizze anfertigen funktioniert mit der virtuellen Schiefertafel auch sehr gut. Dazu dient die App Adobe Ideas. Mit dem Finger oder auch mit im Zubehörhandel erhältlichen Stiften lassen sich Zeichnungen anfertigen oder Fotos ergänzen. Diese können anschließend archiviert oder auch per Mail versendet werden.

Natürlich muss man im Alltag auch immer mal wieder etwas nachschlagen. Neben dem Webbrowser bieten sich noch zahlreiche spezialisierte Apps für bestimmte Anwendungen an: Wikipanion für den direkten Zugriff auf Wikipedia, Gesetze für’s schnelle Nachschlagen von Gesetzestexten.

Da ich für Geschäftsreisen bevorzugt Bahn und andere öffentliche Verkehrsmittel nutze, ist mir der DB Navigator inzwischen ein unentbehrliches Reiseutensil geworden.

Meine Aufgaben organisiere ich mit der Kanban-Methode. Mit LeanKit steht hier dankenswerterweise eine sehr komfortable App zur Verfügung.

Zu guter Letzt gibt mir die App SharePlus die Möglichkeit, auf SharePoint als Plattform zuzugreifen und damit auf die Dokumenten- und Informationssammlungen im Unternehmen, die nicht unbedingt in ihrer Gesamtheit auf dem iPad liegen müssen.

Inzwischen ist das iPad aus meinem geschäftlichen Alltag nicht mehr wegzudenken. Ich bin davon überzeugt, dass die Verbreitung dieser und anderer Tablett-Geräte auch im geschäftlichen Bereich in den kommenden Jahren rasant steigen wird. In Zügen und Flugzeugen ist dieser Zuwachs über die Zeit in der Praxis schon deutlich zu beobachten. Zu guter Letzt sei dem interessierten Leser noch das eBook iPad at Work empfohlen, dass im iTunes-Store erhältlich ist und natürlich auf dem iPad gelesen werden kann. Einige der obigen App-Empfehlungen sind daraus entnommen und es enthält noch weitere nützliche Tipps.

Eingetragen von Admin Sonntag, 5. Februar 2012 12:14:00 Kategorien Allgemein Praxis

Auch IBM blickt auf das Jahr 2016 zurück 

Als ich meinen Jahresrückblick 2016 geschrieben hatte, war mir nicht bewusst, dass Mitarbeiter von IBM diese Idee auch schon vor Jahren hatten (zur Seite) und auch für 2016 wieder Prognosen veröffentlicht haben. In fünf Jahren werden wir wissen, wessen Prognosen eher eingetroffen sind, nichtsdestotrotz möchte ich gerne jetzt schon ein paar Kommentare zu den 5 Prognosen von IBM abgeben:

1. Energie
Dieser Punkt gliedert sich in zwei Unterpunkte. Energiegewinnung aus Körperbewegungen um beispielsweise ein Handy aufzuladen wird sicherlich rein technisch machbar sein. Immerhin gibt es auch mechanische Uhren, die sich selbst aufziehen. Die Frage wird eher sein, wie viel Elektronik wir 2016 mit uns herumtragen, die mit Energie versorgt werden muss. Der Vergleich mit den Akkus drängt sich auf: irgendwie hält eine Laptop-Akkuladung heute noch genau so lange, wie vor 10 Jahren. Energiegewinnung aus dem Ozean über Gezeitenkraftwerke ist ja bereits heute Realität. Da kann sich in Bezug auf Effizienz in den kommenden 5 Jahren sicher noch einiges tun.

2. Sicherheit
Biometrische Methoden werden die Eingabe von Passwörtern ersetzen. Dank IBM auf meinem Laptop schon Realität. Wenn sie daran noch 5 Jahre arbeiten, kommt bestimmt noch einiges dabei heraus.

3. Gedanken lesen
Als jemand, dessen Firma sich auch mit Brain-Computer-Interfaces beschäftigt, ist mir das einen eigenen zukünftigen Blog-Eintrag wert. Wer möchte, kann sich gerne ein Video auf YouTube anschauen, das zeigt, was bereits geht. Dennoch eine Bemerkung aus Insidersicht:  in 5 Jahren wird Ihr Handy Ihre Gedanken noch nicht lesen können. Für klinische und Reha-Anwendungen ergeben sich jedoch durchaus interessante Möglichkeiten.

4. Mobilität
Abgesehen von Ihren Gedanken wird Ihr Handy schon einiges messen und ins Netz stellen können. Machine-to-machine-communication wird deutlich zunehmen. Da stimme ich voll zu.

5. Persönliche Assistenten
Wäre auf jeden Fall wünschenswert, wenn statt wahlloser SPAM personalisierte und nützliche Informationen eintreffen, die von einem digitalen Assistenten erfasst und aufbereitet werden. IBM hat ja eine wirklich gute Ausgangsposition, um ein solches System zu schaffen. Und mit Google gleich noch einen guten Mitbewerber. Dann mal an die Arbeit, Leute!

Eingetragen von Admin Donnerstag, 29. Dezember 2011 12:13:00 Kategorien Allgemein Jahresrückblick

Ein Rückblick auf das Jahr 2016 

Der Jahreswechsel, immer wieder ein beliebter Anlass für die verschiedensten Jahresrückblicke. Lassen Sie uns an dieser Stelle doch einmal einen Jahresrückblick der ganz anderen Art machen, einen Rückblick auf das Jahr 2016.

Das Oktoberfest in München stand in diesem Jahr ganz unter dem inoffiziellen Motto „500 Jahre Reinheitsgebot“. Dies brachte dem Fest erneut einen Besucherrekord mit Gästen aus In- und Ausland.

Die olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro verliefen ohne bemerkenswerte Zwischenfälle und mit einer zufriedenstellenden Bilanz für die deutsche Mannschaft. Das eher schlechte Abschneiden der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der EM in Frankreich, erstmals mit 24 statt 16 Teams, hat jedoch zu anhaltenden Diskussionen über den Rücktritt des Trainers geführt. Bemerkenswert war aus IT-Sicht die Tatsache, dass die Fernsehsender die Sportveranstaltungen erneut mit spektakulären und sehr realistischen 3D-Effekten bereichert haben. Ebenso interessant ist, dass viele Mitbürger die Gelegenheit genutzt haben, um ihren alten Flachbildschirm gegen einen der neuen brillanten LED-Beamer auszutauschen, deren Marktanteil in diesem Jahr sprunghaft angestiegen ist.

In den USA tobte im November ein heißer Präsidentschaftswahlkampf. Die Hoffnung auf eine Lösung der Schuldenkrise notfalls unter chinesischer Beteiligung polarisierte die Lager. Noch zu frisch sind die Erinnerungen an die Ereignisse in Europa in den vergangenen Jahren.

Die Schweiz eröffnete im Dezember den Gotthard-Basistunnel, die Deutsche Bahn hat die neue Generation der ICE-Züge in Betrieb genommen. Es gibt noch kleinere Probleme mit den Türen und der Heizung, aber der Bahnsprecher ist zuversichtlich, diese kurzfristig in den Griff zu bekommen und hofft auf einen weiterhin nicht allzu strengen Winter.

Im Bereich der Informationstechnologien sind die Verkaufszahlen von PCs weiterhin rückläufig. Der starke Ausbau der Informationsnetze, besonders im mobilen Bereich durch den UMTS-Nachfolger LTE hat dazu geführt, dass verstärkt Anwendungen auch im Geschäftsumfeld auf mobilen Geräten ausgeführt werden. Technische Neuerungen wie LED-Beamer auch für Handys sowie Gestenerkennung und Steuerung haben die Anwendungen unabhängiger von Tastatur und Monitor gemacht, die Rechenleistung der PCs vergangener Jahre besitzen die mobilen Geräte sowieso schon längst. Und was darüber hinaus benötigt wird, kann direkt aus dem Netz bezogen werden. Die Einführung eines neuen Standards für  zuverlässige und freie Verschlüsselungsmethoden sorgte nun endlich auch für mehr Datensicherheit. Dies ist mit ein Verdienst des neuen Informationsdienste-Ministeriums, welches die große Koalition nach der Wahl 2013 als Antwort auf das starke Abschneiden der Piratenpartei und deren Einzug in den Bundestag ins Leben gerufen hatte.

Spiele werden inzwischen ja hauptsächlich über das Internet gespielt, was mit für die Umsatzrückgänge im klassischen PC-Sektor und die damit verbundenen Preissteigerungen verantwortlich war. Ähnlich verhält es sich mit Musik und Filmen. Die Kombination von mobilen Endgeräten, leistungsfähigen Serverstrukturen und hoher verfügbarer Bandbreite hat zu einem neuen Umgang mit der Technik geführt. Nicht mehr das Gerät wie PC oder Laptop steht im Vordergrund, sondern die Daten, wie Dokumente, Bilder oder Videos und die Möglichkeiten ihrer Bearbeitung. Ihre Speicherung in der Cloud führt zu einer Verfügbarkeit an beliebigen Orten. Bessere Hotels sind bereits dazu übergegangen, in den Zimmern Terminals bereitzustellen, ein Laptop auf Geschäftsreisen ist nicht mehr unbedingt notwendig. Am Arbeitsplatz sind in die Büromöbel integrierte Touchscreens, insbesondere in der Schreibtischplatte inzwischen fast zum Standard geworden.

Stark angestiegen ist in diesem Jahr auch erneut der Anteil der Kommunikation übers Netz, die nur noch zwischen Maschinen geführt wird. Was zunächst mit der Steuerung von Windkraftanlagen und Geldautomaten begann, hat nun auch verstärkt im Automotive-Bereich und in der Haustechnik Einzug gehalten.

Ungebrochener Beliebtheit wird sich auch bei diesem Jahreswechsel wieder der Sketch „Dinner for One“ erfreuen, der inzwischen jedoch hauptsächlich als Online-Stream von den ARD-Servern geladen wird. “The same procedure as last year, Miss Sophie?”. Was meinen Sie?

Eingetragen von Admin Sonntag, 18. Dezember 2011 12:12:00 Kategorien Allgemein Jahresrückblick

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